#7 – Zwischen Ostsee, Badehäusern und Wikingern

Veröffentlicht am 3. August 2026 um 20:50

Falsterbo – Endlich angekommen

Nach unserer Anreise und den ersten Eindrücken von Schweden begann nun der Teil der Reise, auf den wir uns monatelang gefreut hatten. Vor uns lagen traumhafte Strände, spannende Ausflüge, beeindruckende Natur und viele unvergessliche Familienmomente. Unsere ersten drei Tage verbrachten wir in Falsterbo – und schon dort merkten wir, dass Schweden unsere Herzen im Sturm erobern würde. Kommt mit auf die nächste Etappe unseres Schwedentagebuchs.

Nach der Überfahrt und den ersten Kilometern durch Schweden erreichten wir unser erstes Ziel: Falsterbo. Hier verbrachten wir drei Nächte – und schon nach kurzer Zeit war klar: Genau so hatten wir uns den Beginn unseres Schwedenabenteuers vorgestellt.

Unser Campingplatz lag nur wenige Gehminuten vom Meer entfernt.
Natürlich zog es uns als Erstes an den Strand. Für die Kinder war es etwas ganz Besonderes, die Ostsee in Schweden zu erleben. Feiner, weißer Sand, glasklares Wasser und eine angenehme Ruhe – wir hätten dort stundenlang bleiben können. Eine besondere Überraschung wartete direkt im Wasser: Zum ersten Mal entdeckten wir Quallen. Nicht nur wir Erwachsenen waren fasziniert – auch Ronja und Lotta beobachteten die lautlos durchs Wasser schwebenden Tiere mit großen Augen. Anfangs waren wir etwas vorsichtig, doch schnell überwog die Neugier. Es war einer dieser kleinen Momente, die Kindern noch lange in Erinnerung bleiben.
Schon auf dem Weg zum Strand fiel uns auf, wie entspannt hier alles wirkt. Die kleinen Häuser, die weite Natur und die freundlichen Menschen vermittelten sofort dieses typisch schwedische Lebensgefühl, auf das wir uns so lange gefreut hatten.

Wir ließen den Alltag endgültig hinter uns, genossen die ersten gemeinsamen Stunden am Meer und wussten: Unser Schwedenabenteuer hatte jetzt wirklich begonnen.

Am nächsten Morgen ließen wir den Tag entspannt beginnen und schliefen erst einmal gemütlich aus. Schließlich waren die vergangenen Reisetage lang und voller neuer Eindrücke gewesen.
Direkt vor unserem Campingplatz hielt das kleine Touristenbähnchen Gåsatåget, mit dem man Falsterbo und Skanör bequem entdecken kann. Kurzerhand beschlossen wir einzusteigen und die beiden Orte ganz entspannt vom Bähnchen aus kennenzulernen. Schon die Fahrt selbst war ein Erlebnis. Gemächlich tuckerte das Bähnchen durch die Straßen, vorbei an den typisch schwedischen Häusern, gemütlichen Gärten und der wunderschönen Küstenlandschaft. So konnten wir die Umgebung ganz entspannt genießen und bekamen einen ersten Eindruck von den beiden idyllischen Orten.
Ausgestiegen sind wir direkt im Ortskern von Skanör, am kleinen Marktplatz. Dort entdeckten wir auch gleich unseren ersten schwedischen Lebensmittelmarkt – und natürlich mussten wir ihn sofort erkunden.
Für viele ist ein Einkauf im Urlaub nichts Besonderes. Für uns gehört er jedoch immer zu den spannendsten Momenten einer Reise. Jedes Land hat andere Produkte, andere Zutaten und oft auch ganz unterschiedliche Kennzeichnungen. Deshalb verschaffen wir uns bei jeder Reise zuerst einen Überblick, welche Lebensmittel für Ronja und Gerhard geeignet sind.
Mit viel Neugier stöberten wir durch die Regale, entdeckten bekannte Marken in einer anderen Sprache und verschafften uns einen ersten Eindruck vom Sortiment. Es ist jedes Mal ein kleines Abenteuer, herauszufinden, was im Urlaubsland auf den Speiseplan kommen kann – und wir waren erleichtert, dass wir einiges entdeckten, das gut zu unserer Familie passte.
Nachdem wir uns einen guten Überblick verschafft hatten, suchten wir uns noch einen kleinen Mittagssnack aus. Diesen packten wir ein und machten uns auf den Weg zum Strand.
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem traditionellen Mittsommerbaum vorbei, der mitten im Ort stand und sofort echtes schwedisches Sommergefühl vermittelte. Der liebevoll gestaltete Ortskern mit seinen kleinen Gassen und den gepflegten Häusern lud zum gemütlichen Bummeln ein.
Am Strand suchten wir uns ein schönes Plätzchen und genossen unser Picknick mit Blick auf die Ostsee. Anschließend spazierten wir zu den berühmten bunten Badehäuschen, die in einer langen Reihe am feinen Sandstrand stehen. Dahinter glitzerte das Meer in der Sonne – ein Anblick, den wir so schnell nicht vergessen werden. Für uns war das einer dieser Momente, in denen wir einfach innehielten und dachten: Jetzt sind wir wirklich in Schweden angekommen.

Auf dem Rückweg zum Gåsatåget machten Ronja und Lotta noch eine spannende Entdeckung: die Skanörs mölla, eine historische, dunkelbraune Holländerwindmühle, die schon von Weitem zu sehen ist.
Natürlich wollten die beiden sie sich aus der Nähe ansehen. Beeindruckt standen wir vor der großen Windmühle und erfuhren, dass sie zu den Wahrzeichen von Skanör gehört. Solche kleinen Entdeckungen abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten machen für uns den besonderen Reiz einer Reise aus. Man nimmt sich Zeit, bleibt spontan stehen und entdeckt Orte, an denen man sonst vielleicht einfach vorbeigelaufen wäre.

Erfüllt von den vielen Eindrücken fuhren wir anschließend mit dem Gåsatåget zurück zum Campingplatz und ließen den Tag gemütlich ausklingen.

Nach einem gemütlichen Abend auf dem Campingplatz starteten wir am nächsten Morgen zu unserem nächsten Abenteuer.
Dieses Mal ging es für uns nach Fotevikens Vikingaby, einem nachgebauten Wikingerdorf, das einen spannenden Einblick in das Leben der Wikinger bietet.
Schon beim Betreten fühlten wir uns wie auf einer kleinen Zeitreise. Überall standen traditionelle Holzhäuser, Handwerker gingen ihrer Arbeit nach und immer wieder begegneten uns Menschen in Wikingerkleidung.
Besonders beeindruckend fanden wir die Vorführungen. Obwohl alles auf Schwedisch oder Englisch erklärt wurde, war das überhaupt kein Problem. Durch die Darstellungen und das Schauspiel konnten wir der Handlung problemlos folgen und hatten jede Menge Spaß.
Natürlich durfte auch selbst ausprobiert werden. Ronja und Lotta – und ehrlich gesagt auch wir Erwachsene – hatten große Freude an den verschiedenen Wikingerspielen. Ob Tauziehen, Bogenschießen, Leitergolf oder das Werfen großer Holzpfeile durch eine Öffnung – überall wurde gelacht und mit gefiebert.
Ein weiteres Highlight war die kleine Ausgrabungsstätte. Gemeinsam gruben wir im Sand nach versteckten Wikingerfunden. Als wir unsere Schätze entdeckt hatten, bekamen die Kinder als Belohnung sogar eine echte Wikingermünze geschenkt – eine Erinnerung, die bestimmt einen besonderen Platz im Schweden-Tagebuch finden wird.
Auch das alte Handwerk konnten die Kinder selbst erleben. Sie flochten ihre eigenen Armbänder, gossen Kettenanhänger aus Zinn und schliffen sie anschließend sorgfältig. Es war schön zu sehen, mit wie viel Begeisterung sie bei der Sache waren und am Ende stolz ihre selbstgemachten Erinnerungsstücke mit nach Hause nehmen konnten.

Für uns war der Besuch in Fotevikens Vikingaby viel mehr als ein Museumsbesuch. Geschichte wurde hier lebendig und zum Mitmachen – ein Ausflug, der nicht nur den Kindern, sondern der ganzen Familie noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Mit vielen neuen Eindrücken, kleinen Erinnerungsstücken und jeder Menge Spaß fuhren wir zurück nach Falsterbo. Es war der perfekte Abschluss unserer ersten Tage in Schweden.

Drei Tage voller Meer, Natur und unvergesslicher Erlebnisse lagen hinter uns. Falsterbo hätte für den Start unseres Schwedenabenteuers kaum schöner sein können. Doch unsere Reise hatte gerade erst begonnen. Im nächsten Blog nehmen wir euch mit nach Smygehuk und Löderups Strandbad – und erzählen von einer spontanen Planänderung, die sich im Nachhinein als eine der besten Entscheidungen unseres Urlaubs herausstellen sollte.

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